Bahnhofstraße

Der Titel der Ausstellung lautet ” Bahnhofstrasse”. Gemeint ist die Haupteinkaufsstraße Wittens. oder vielmehr sind es die Menschen, die in ihr gelebt haben. Deutsche, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zwischen 1933 und 1945 verfolgt, vertrieben und oftmals ermordet wurden.

Sie sehen zehn Bilder und eine Skulptur, die meine künstlerische Auseinandersetzung mit den Lebensgeschichten Wittener Jüdinnen und Juden, während des Nationalsozialismus dokumentieren.

Während der monatelangen Arbeit an den Exponaten stellte ich mir immer wieder die Frage : ” Kann ich dieses Thema mit meinen künstlerischen Mitteln umsetzen? Reiche ich dafür aus?”

Kaum ein Exponat blieb wie es zunächst entstand. Die Werke sind zum Teil bis zu zehnmal überarbeitet, bis sie das ausdrückten, was mir wichtig war.

Die vorwiegenden Materialcollagen, die Sie hier sehen, bestehen aus zunächst nicht künstlerischen Materialien, sondern aus Gips, Glas, einfachen Lacken, Baudrähten, einer Brillenfassung und Ölfarben. Alle Bilder sind überkratzt, ein Mittel, das ” Zerstörung” ausdrückt.

” Alles ist solange her. Wer fragt da noch ?”

“Ich”, sage ich.

Dieser Bilderzyklus entstand im Jahr 1999.

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